Manchmal wenn es regnet! Zeit für Experimente
Kristalle - Polarisiertes Licht
Ein Besuch auf der Webseite von Thomas Rapp lohnt sich immer. Eine faszinierende Seite mit Experimenten und vielen nützlichn Tipps.
Man kann über die Fotographie mit polarisiertem Licht folgendes nachlesen:
Die Fotografie mit polarisiertem Licht gestattet Aufnahmen die sich durch fasinierende Farbspiele auszeichnen. Das zugrunde liegende physikalische Prinzip ist der Effekt der Doppelbrechung. Bei der Doppelbrechung die in anisotropen optischen Medien vorkommt, wird ein einfallender Lichtstrahl aufgeteilt und durchläuft unterschiedliche Wege. Man spricht vom ordentlichen und außerordentlichen Strahl. Da für Beide unterschieliche Brechungsindize wirken, d.h. die Laufzeiten unterschiedlich sind, kommt es bei der Wiedervereinigung der Strahlen zu Interferenzerscheinungen, welche die bunten Farben bewirken
Es war mir rasch klar, dass ich auch solche faszinierenden Bilder machen möchte. Die Grundstoffe sind in jeder Apotheke erhältlich aber auch der eigene Haushalt liefert genügend Stoff z.B. Soda oder Aspirin. Einige Körner in Flüssigkeit aufgelöst, austrocknen lassen und los gehts. Als Objekträger ideal sind dünne Glasobjektträger. Ihr Hausarzt wird Ihnen sicher einge überlassen.
Die Spagyrik liefert übriges unzählige Stoffe die ausgezeichnet für solche Experimente geeignet sind. Faszinierende farbenfrohe Bilder sind garantiert.
Die Muster sind übrigens von Probe zu Probe recht unterschiedlich und manchmal kommt überhaupt nichts Schlaues heraus. Ab und zu hilft auch erwärmen. Vorsicht mit den Objektträgern, Gläser können explodieren. Die Strukturen sind auch unterschiedlich bezüglich Position. Die schönsten Bilder bekommt amn in der Regel in den Randzonen.
Besonders dankbar ist Vitamin C.
Das Set Up
Natürlich sind die meisten Anleitungen auf dem Internet für Mikroskope ausgelegt und dort ist sicher auch mit den besten Resultaten zu rechen. Aber wir sind ja Fotografen deshalb eine Lösung mit Balgen analog der X-Makrofotographie wie sie bei mir hier nachzulesen ist.
Von links nach rechts
- LED Taschenlampe. Jede andere relativ starke Lichtquelle tut es auch.
- 1. Circular Pol Filter. Beliebig auch zerkratzte Polfilter tun es meistens, wir brauchen ja nicht das ganze Filter nur einen kleinen Teil davon. Wenn man Glück hat bekommt man sie geschenkt ansonsten sicher nicht teuer.
- Cellophan auf StepDown Ring gespannt und verklebt
- Objektträger auf Styropor-Klötzchen. Verpackungen gibt es genug. Objektträger gibt es meistens beim Hausarzt gratis
- 2. Circular Pol Filter. dto. Nr. 1
Damit man die Polfilter verstellen kann, habe ich sie auf eine kleine Plastikbox gestellt. Ein Nagel aufgewärmt, nicht zu heiss, auf die Box stellen und das hält bombenfest. Dann vorsichtig einen Teil des Polfilters auf den Nagel kleben.
Fliegender Apfel
Es ist keine Fotomontage sondern ein spezielles Set-Up. Die Idee lässt viel Raum für Experimente. Der Hintergrund ist offensichtlich sehr variabel. Mit ein bisschen Investition in Zeit gibt es sicher noch einige Möglichkeiten mehr. Der Fantasie sind hier wieder einmal keine Grenzen gesetzt. Viel Spass damit.
Das Set-Up
Vorab: Man verzeihe mir das Chaos, ich sehe es leider schon gar nicht mehr
Die Zutaten
• Ein Spiegel
• Ein Apfel oder sonstiges ein lustiges Objekt
• Einen beliebigen Hintergrund auf A4 oder grösser gedruckt.
Selbstverständlich wären natürliche Hintergründe, Himmel, Alpwiese etc. noch besser. Ein Spiegel ist ja portabel.
Eine Stecknadel damit das Objekt kopfüber aufgehängt werden kann. Kopfüber nur beim Apfel wegen dem Stiel ansonsten spielt das ja keine Rolle.
Kamera ist schon fast nebensächlich.
Natur pur


